Meine Schwester will mir mein Kind wegnehmen!

Gast

Liebes Forum,
ich bin Julia und gerade mit den Nerven am Ende... Ich brauche dringend den Rat von neutralen Menschen, die weder mich noch meine Schwester kennen.

Erst zur Situation: Meine kleine Schwester Estelle ist 21, ich bin 23. Wir sind sehr unterschiedlich: Während ich in der Nähe unserer Eltern geblieben bin, mich um unseren Vater, der im Rollstuhl sitzt, kümmere, unserer Mutter im Haushalt helfe, geheiratet habe und gerade mein Jura-Studium abgeschlossen habe, ist Estelle alles andere als häuslich. Sie ging mit 17 von der Schule ab, absolvierte eine Schauspielausbildung und wollte immer eines: raus.
Vor zwei Jahren wurde sie allerings von ihrem Freund schwanger. Für eine Abtreibung war es zu spät, sie wollte das Baby weggeben. Doch als die kleine Mira zur Welt kam, entschied sie sich dazu, das Kind zu behalten.

Nach wenigen Wochen war Estelle allerdings mehr als überfordert. Und eines morgens lag ein Korb vor unserer Haustür: Estelle hatte Mira mit einem Zettel vor unserer Haustür abgelegt, sie wollte, dass wir uns um ihre Tochter kümmerte, denn sie ging nach Amerika.

Zunächst waren wir wütend, geschockt, überfordert. Doch nach und nach verliebten wir uns in Mira. Das Jugendamt sprach uns das vorläufige Sorgerecht zu und Mira wurde wie eine Tochter für uns.

Ich weiß, dass das alles wie ein Märchen klingt, aber es ist wirklich wahr. Hätte ich es nicht selbst erlebt, ich würde es auch nicht glauben.

Jedenfalls kam Estelle vor drei Monaten wieder zurück und mittlerweile will sie Mira zurück. Wir haben das Jugendamt informiert, sie allerdings auch. Der Fall wird nun geprüft, wir haben einen Anwalt genommen und kämpfen um unsere Tochter, denn wir lieben Mira so sehr. Estelle kämpft aber auch...

Ich bin so verzweifelt und so wütend auf Estelle. Sie schwert sich einen Dreck um Mira, lässt ihr Baby zurück, übergibt uns die Verantwortung, und jetzt, da wir das Baby lieben, will sie es uns ohne Mitleid oder Dankbarkeit wieder nehmen. Ich habe solche Angst und meine Tochter, es würde eine Welt für mich zusammenbrechen.

Ich reagiere doch nicht über, oder? Ich habe doch ein Recht auf Mira? ICH bin ihre Mutter.

Julia und Johannes mit Mira

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Gast

Wie ist es eigentlich ausgegangen?

Gast

...Ich versteh sowieso nicht, wieso da so ein trara drum gemacht wird, WESSEN Kind das ist...
Letztendlich ist es ja eigentlich auch Estelles Kind! Aber ich kann deine Sorgen verstehen!
Unter der Tatsache, dass sie (Estelle) sich wahrscheinlich nicht sehr gut um die kleine Prinzessin kümmern wird und Mira bei ihr (So, wie du Estelle beschrieben hast) völlig verwahrlosen würde, würde ich auch dafür kämpfen, sie zu behalten!
Aber mehr kannst du eben auch nicht machen... Du kannst (leider)nicht beweisen, dass du eine bessere Mutter bist! Du solltest aber auch nicht vergessen: Estelle hat Mira zur Welt gebracht!!

Gast

Selbst Juristin und weiß nicht, wie die Rechtslage ist?

Das Baby im Körbchen vor die Tür gelegt, wie Moses, nur der wurde in einen Fluss gesetzt. Aber das war ihr dann wohl doch zu dramatisch, nicht Julia?

Gast

Liebe Julia,
ich kann dich sehr gut verstehen, selbst, dass du die kleine Mira dein Kind nennst.
Weißt du, als ich 20 war, habe ich das erste Mal geheiratet und ein Jahr später wurde ich schwanger. Ich freute mich auf das Kind, doch dann hat mich mein Mann mit einer anderen verlassen. Ich war hochschwanger und alleine. Es dauerte ein Weile bis ich mit all dem zurecht kam, aber ich schlug mich mitsamt meiner Kleinen durch.
Als meine Ella dann 2 Jahre alt war lernte ich meinen jetzigen Verlobten kennen. Er hatte ebenfalls ein Kind aus erster Ehe, dass bei ihm lebte weil die Mutter abgehauen war als ihre Tochter erst ein paar Monate war. Wir zogen zusammen und waren eine glückliche Patchworkfamilie. Alles war perfekt, die Mädchen gingen in den Kindergarten und waren glücklich, bis plötzlich die Ex-Freundin meines Verlobten auftauchte und auf einmal ihre Tochter Svenja wieder zu sich nehmen wollte. Wir haben um Svenja gekämpft und es ist schlussendlich auch vor Gericht gekommen, Gott sei Danke durfte Svenja dann doch bei und bleiben. Ich hatte solche Angst sie zu verlieren auch wenn sie nicht mein leibliches Kind ist, ich liebe sie wie mein eigenes. Ich hätte nicht mehr Angst haben können wenn man mir mein eigenes Kind weggenommen hätte. Mittlerweile ist wieder alles in Ordnung, wir leben in einen kleinen Haus, die Mädchen sind nun schon 5 und 6 Jahre alt und ja wir wünschen uns sogar noch ein gemeinsames Kind.
Ich hoffe so sehr für euch, dass auch alles in Ordnung kommt. Man kann leider in dieser Situation nichts anderes tun als hoffen.
Alles Gute und Lg
Milena

Gast

Ach, tolle Geschichte. Mit 23J. bereits ein Jura Studium abgeschlossen...der Vater ein Pflegefall. die Hände sollte man dir abschlagen, für deine Lügen!

Gast

wohl zu viel GZSZ geschaut, gell!?

Gast

bleibt immer noch die Frage, wer das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat und was mit dem Vater ist.

Gast

Liebe Julia,
ich finde es unglaublich kindisch, rücksichtslos und verantwortungslos das eigene Kind zurückzulassen und aus seiner Verantwortung zu flüchten. Eigentlich dürfte sie allein deswegen ihr Kind nie wieder bekommen. Trotzdem wird das Jugendamt sehen, dass du nicht Miras Mutter bist, auch wenn du dich so ausdrückst.
Meiner Meinung nach bist du völlig zu Recht verzweifelt, aber weiterhelfen kann ich dir leider auch nicht.
Schildere dem Jugendamt genau so die Tatsache!
Ich wünsche euch und der kleinen Mira alles Gute :)

Gast

@ :=): Die ist bestimmt hochbegabt! Und eine Super-Mami noch dazu, respekt! Bilderbuchfamilie würde ich sagen, wenn es die böse Schwester, die ihr Kind möchte, nicht gäbe! Das arme Kind kann ich nur sagen, bei so einer Familie! Man merkt doch sofort, dass das ein Fake ist!

Gast

23 und schon ein Jura-Studium. Ohahahaah

Gast

Ach diese Geschichte kenne ich schon....denk dir was besseres aus....

Gast

:-D genau (also im Sinn)gleich wie bei Gute Zeite schlechte Zeiten

FAKE

Gast

Vor allem, was soll man da sagen, es spielen so viele Unbekannte mit hinein:
1. wer hat das Aufenthaltsbestimmungsrecht,
gibt es einen Amtsvormund,
usw, usw.
Was erwartest du von uns. Selbst wenn wir alle Rechtsanwälte und Sozialarbeiter der Jugendhilfe wären, könnten wir bei den unzureichenden Infos keine Auskunft geben.

Gast

das sind ja wieder dramatische Geschichten dieses Wochenende.
Stimmt, ich kann diese Geschichte auch nicht glauben.

Eigentlich müsste das Jugendamt bezüglich des Sorgerechts schon längst eine Entscheidung getroffen haben. Das Sorgerecht teilen sich ja Vater und Mutter gemeinsam, was ist also mit dem Vater?

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