Für mich ist ein Name dann vergebbar, wenn:
- man ihn möglichst eindeutig schreiben kann. Jannik mit seinem Y-J, N-NN, C-K-CK fällt für mich raus. Mehr noch Namen wie Aalijah, o. Ä.
- wenn er eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen ist. Toni oder Nerija - man weiß nicht, wen man vor sich hat. Das finde ich mehr als ungünstig.
- wenn er eindeutig auszusprechen ist. Sobald der Name so außergewöhnlich (Eljoenai) ist, oder so große Lautänderungen (Jules) beinhaltet, dass man davor steht und ihn entweder falsch ausspricht, oder gar nicht klarkommt, kann man ihn nicht m. E. vergeben.
- wenn er keine nervigen Fragen oder Erklärungen nach sich zieht und bestimmte Interessen der Eltern nicht zu deutlich propagiert: zu fromm (Abraham, Paulus, o. Ä.), fiktive Charaktere (Hermine aus Harry Potter), Stars (die kleine Celine bei "America's got Talent" deren Schwester Dion hieß), zu "ausländisch" (wo man immer gefragt wird: "Bist du britisch/französisch/italienisch etc.?")
Außerdem sind für mich ein No-Go Namen, die zu sehr untergehen.
Also: Mia, Pia, Ria, Tia, Lia, Lea.
Oder: Lena, Lina, Luna, Luana, Lisa, Lara.
Oder: Lara, Mara, Tara, Cara, Sara
Oder: Leo, Lio, Lea, Leon, Lion, Leona, Leonie, Liona, Luan
Oder: Luan, Lian, Lean, Leon, Liam.
Oder: Malia, Malea, Melia, Maila.
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MARIE und Sophie finde ich als ZN nicht vergebbar, weil gefühlt jedes zweite Kind diesen ZN trägt. Als Rufname haben sie zwar keinen Wow-Effekt, sind aber trotzdem selten, sodass ich sie als ziemlich gut vergebbar finde. Ich kenne kaum Maries, noch weniger Sophies. Als Modename empfinde ich Marie auch nicht, weil er durch alle Generationen hinweg vergeben wurde. Da sehe ich gar kein Problem.
Ein Modename derzeit ist für mich eher alles "Konturlose", also nur weiche Buchstaben: Juna, Luna, Luana, Mila, etc.
Modewelle haben auch gerade altmodische und nordische Namen, wobei ich davon nicht jeden Name als "Modename" empfinde.
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Was die anderen beiden Namensideen von dir angeht: Es tut mir leid, aber die finde ich beide weder schön, noch besonders gut vergebbar.
MAILA
ist mir zu sehr eine Buchstabenfolge. Das empfinde ich als Modename. Fängt mit M an, wie viele Namen derzeit, hat nur weiche Buchstaben. Im ersten Moment dachte ich, dass du Malia meinst. Maila, Malia, Malea, Melia. Das ist für mich "Einheitsbrei", da vergesse ich, welcher der Namen zu diesem Kind gehört.
Außerdem ist mir Maila zu unklar: In der Schreibweise (Mayla?) und in der Aussprache (Ma-ila? Mai-la?). Da würde mir Mila (trotz Modename) oder Marla besser gefallen.
BONNIE
ist mir zu englisch, wenn man den Hintergrund nicht hat. Außerdem ist er mir durch das I am Ende zu niedlich. Er wächst nicht mit. Passt zwar zu einem kleinen Mädchen, aber nicht zu einer berufstätigen Frau, oder zu einem Teenager. Außerdem assoziiere ich den Namen entweder mit einer Prostituierten aus einer amerikanischen Krimiserie oder mit einem englischen Kosename wie Schatz oder Baby.
Und in meinem Kopf singt es "My bonnie is over the ocean".
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Wenn dir Klassiker gut gefallen, was ist dann mit außergewöhnlicheren Klassikern:
Eleonora
Cecilia
Laetitia
Beatrix
Berenike
Justina
Augustina
Evangeline
Theresia
Felicitas
Isadora
Camila
Ludmila
Leokadia
Theophilia
Justinus/ian
Augustin
Aurelius
Valerius
Laurentius
Timotheus
Anselm
Ignatius
Caspar
Erasmus
Titian
Lucius