Allgemeine Fragen zu Kriterien von Namen, Meinungsbild

Mitglied Klara85 ist offline - zuletzt online am 04.11.17 um 20:02 Uhr
Klara85

Liebe Lesende!

Ich bin schwanger und erwarte Ende März ein Mädchen. Wir haben uns hier inspirieren lassen, möchten aber zu unseren Namen auf der Liste lieber keine Kommentare hören (Geschmäcker sind eh verschieden und es verunsichert ggf.). Aber mich würde es total interessieren, was ihr allgemein zu verschiedenen Eigenschaften von Namen denkt! :)

Ich habe einmal eine Liste gemacht (die Definitionen dazu sind nicht wissenschaftstauglich, sondern Eigenkreation!) Daher würde ich mich freuen, wenn ihr zu jedem Kriterium was schreiben würdet (was ihr gut vergeben würdet und warum oder was nicht und warum nicht und was euch sonst noch dazu einfällt!) Vielleicht fallen euch auch noch Eigenschaften ein, die ich vergessen habe?

Das soll keine fundierte Umfrage werden, sondern nur ein Meinungsbild! :) Die Beispiele sind alle Mädchennamen (wir erwarten eins, aber das kann natürlich auch auf Jungsnamen übertragen werden!)


Fragen zu Namen:

Gestalt:

1) Ein einzelner Name
2) Zweitnamen
3) Drittnamen oder mehr
4) Doppelname mit Bindestrich (wie Anna-Lia)
5) Zusammenfügungen (wie Anneliese)
6) Verschmelzungen mit Anteilen aus mehreren Namen/Abkürzungen mehrerer Namen (wie Marlena aus Marie+Lena, Malou aus Marie-Louise)
7) Kurzformen als eigener Name (wie Leni, Gabi ...)

Länge:

1) sehr kurze Namen (1 bis 2 Silben, höchstens 4 Buchstaben)
2) kurze Namen (2 Silben, 5 oder 6 Buchstaben)
3) längere Namen (5 - 7 Buchstaben, 3 Silben)
4) sehr lange Namen (8 Buchstaben oder mehr, 3 Silben oder mehr)

Klang:

1) viele härtere Laute (k, p, t, evtl. in Kombination mit r)
2) viele stumpfe Laute (b, d, g/f, v wie f ausgesprochen, sch/sh, ch/scharfes s)
3) viele weiche Laute (m, n, l, w,  v wie w ausgesprochen)
4) viele summende Laute (weiches s, r)

Art:

1) altmodisch (wie Margarethe, Hedwig ...)
2) zeitlos (wie Anna, Marie ...)
3) modern (Hitlistenplätze, von vorne bis auch höhere Plätze wie Mia, Emma ... Melina, Nora ...)
4) individuell (Namen, die man schon mal bei Menschen/im Buch etc. gehört hat, aber die selten vergeben werden, z.B. hierzulande Caitlin, Xenia ...)
5) sehr besondere Namen (Namen, bei denen die Leute sagen "Den Namen habe ich ja noch nie gehört!", die z.T. ausgedacht wirken wie Kaleira, Naliandra ...)
6) Namen aus der Kevinismus-Schiene (Chantal, Jacqueline ...)

Häufigkeit:

1) sehr häufig (vordere Hitlistenplätze wie Mia, Emma ...)
2) häufig (Namen, wo einem mindestens 3 Namensträger einfallen/die man öfter im Alltag hört)
3) selten (Namen, zu denen man höchstens 2 Namensträger kennt/die man schon mal gehört/gelesen hat)
4) sehr selten (Namen, bei denen man höchstens einen Träger kennt/bei denen man denkt "Die habe ich ja noch nie gehört!")

Schreibweise:

1) geschrieben, wie es gesprochen wird (Lisa, Katja ...)
2) klassische Schreibweise (Sophia, Amelie ...)
3) künstlich besondere Schreibweise (Sofiya, Amely ...)
4) ganz anders ausgesprochen als im Deutschen gedacht (Yagmur = "Jamur/Jamusch", Maylea = "Meili"...)

Ich bin gespannt auf eure Beiträge! :)
LG Klara

Ergänzung :
Danke für eure tollen ausführlichen Antworten! :) Ihr seid euch größtenteils recht (untereinander und mit mir!) einig. Ich bin gespannt, was noch für Antworten kommen! :)

@Naliandra: Das mit den Bedeutungen finde ich eine richtig gute Idee, das möchte ich gerne aufnehmen! (Deinen Namen habe ich übrigens hier in Beiträgen entdeckt, vorher nie gehört!)

Fallen euch noch mehr Bedeutungskategorien ein? Eine habe ich ergänzt!

@Blaubeere: Internationalität finde ich auch noch einem guten Aspekt!

Bedeutungen:

1) Namen aus dem Bereich Krieg (altmodische, z.B. Hedwig = Kampf+Kampf)
2) Namen mit religiöser Bedeutung (z.B. Kristin = Christin)
3) Namen mit Eigenschaftsbedeutung (z.B. Valerie = die Gesunde, Starke)
4) Namen mit Naturbezug (z.B. Blumennamen wie Jasmin)
5) Bezug zur Herkunft (Magdalena = aus Magda stammend)
6) Titel (Sarah = Fürstin/Prinzessin)


Internationalität:

1) Name ist international bekannt (Sarah, Maria ...)
2) Name kann in mehreren Sprachen gut ausgesprochen werden (Anna/"Enna" ...)
3) Name stammt aus einer anderen Sprache und ist für Deutsche schwierig auszusprechen oder zu schreiben (siehe Yagmur)

Antworten

Gast

Ach ja, und immer bedenken, dass das Kind nicht nur das süße Baby/Kleinkind bleibt, sondern sich irgendwann in einen (möglicherweise störrischen) Teenager verwandelt, einen (seriösen) Beruf ergreift (Bankier oder Anwalt, etc.) und irgendwann selber Kinder und Enkelkinder bekommt. Ein Name, der für ein Kind ganz niedlich ist, kann im Alter albern werden.

Gast

Etwas verspätet gebe ich jetzt auch mal meinen Senf ab:)

Gestalt:
Ich persönlich bin ein Fan von zwei Vornamen – das gibt dem Kind Individualität, auch wenn beide Namen an sich häufiger vorkommen. Man kennt Antonias, man kennt Luises, aber man kennt nicht so viele Antonia Luises. Nur ein Beispiel:) Wenn der erste Name schon eher selten ist – z.B. Tamina – geht auch ein Name, ich möchte trotzdem lieber zwei vergeben, die dann aber auch harmonieren müssen. Drittnamen finde ich in den meisten Fällen zu viel. Es wirkt dann schnell aufgesetzt, zwanghaft individuell oder pseudo-vornehm. Bindestrichnamen gefallen mir nicht. Wenn die Zusammenfügung/Verschmelzung etabliert ist, finde ich es okay. Kurznamen würde ich nicht vergeben. Ich würde das Kind selbst Benjamin statt Ben nennen. Abkürzen geht immer. Leni oder Gabi wirkt halt auf mich nicht wie ein vollständiger Name

Länge:
Kurze Namen gefallen mir nicht so gut, die haben immer etwas von Spitzname. Lieber die lange Form wählen und dann abkürzen. Bei sehr langen Namen muss man aufpassen. Alles was vier oder mehr Silben hat, wird automatisch abgekürzt.


Klang:
Kann man nicht so allgemein sagen, es kommt auf die Zusammensetzung an. Namen mit vielen dunkel klingenden Buchstaben gefallen mir weniger (Gunnar, Gudrun), auch zu hart sollten gerade Mädchennamen nicht klingen (Hiltrud). Melodische Namen gefallen mir gut, da können allerdings auch harte Laute drin vorkommen. Meistens macht es gerade die Kombination aus weichen und harten Lauten: Timea, Konanja, etc.

Art und Häufigkeit:

Mir gefallen viele, wenn auch nicht alle zeitlosen und altmodischen Namen. Meinen Kindern würde ich keine „Sammelbegriffnamen“ geben, bei dem sich fünf Kinder umdrehen, wenn ich auf dem Spielplatz rufe. Zu außergewöhnlich sollte es aber auch nicht sein. Für mich tuen es auch Namen wie Antonia oder Viktoria. Bei wirklich seltenen Namen sollte man einen Namen erkennen können und nicht erst mal „was um alles in der Welt…“ denken. Auch wenn der Name selten ist, sollten ihn sich die Menschen doch merken, aussprechen und (ohne große Erklärungen) aufschreiben können. Es gibt also Namen, die mir zwar gefallen, die ich aber aus diesen Gründen nicht vergeben würde. Namen aus der Kevinismus-Schiene würde ich nicht vergeben (zumal mir die meisten Namen einfach nicht gefallen). Justin deutsch ausgesprochen gefällt mir zwar gut, doch ich würde zögern, ihn zu vergeben, weil ich befürchte, dass ein Dschastin draus wird.

Schreibweise:
Prinzipiell würde ich keine Namen wählen, die man aufgrund der zahlreichen Schreibmöglichkeiten immer buchstabieren muss (Philipp, Janik, etc.). Bei Namen, wo ein Beisatz reicht, würde ich darüber nachdenken (Hanna ohne h, Rebekka mit doppel-K). Besonders „künstlerische“ Schreibweisen zu eigentlich klaren Namen finde ich albern. Es wirkt aufgesetzt und es schwingt immer ein „mein Kind muss etwas ganz Besonderes sein“ mit. Damit macht man dem Kind keine Freude. Prinzipiell würde ich in Deutschland gebräuchliche Namen verwenden und keine offensichtlich Fremdländischen. Das wirkt oft einfach nur aufgesetzt und albern. Anders ist es natürlich, wenn man einen entsprechenden Hintergrund hat. Selbst dann würde ich darauf achten, dass der Name doch aussprechbar/schreibbar ist. Ein französischer Jérémie ist machbar, ein brasilianischer Leonardo auch. Ich würde mein Kind dann jedoch nicht João (Deutsche kriegen die Aussprache nicht hin) oder Uauiarará nennen.

Bedeutungen:
Ich würde mir die Bedeutung angucken, wenn ich sie ganz ablehne (Aven=Ungerechtigkeit), würde ich auch den schönsten Name nicht vergeben. Zu verrückt machen, würde ich mich allerdings nicht. Da ich Christin bin, werde ich meinen Kindern (hab noch keine) vermutlich mindestens einen biblischen/christlichen Name geben. Bei Magdalena (so heißt meine Schwester) würde ich eher auf die Person – treue Jüngerin – als auf die Bedeutung – Magdala=Turm – sehen. Ich finde es seltsam, wenn Menschen ohne entsprechenden Hintergrund einen eindeutig religiösen Name vergeben – Elias ist ja mittlerweile etabliert, aber ein Jeremia als Sohn von unreligiösen Eltern empfinde ich ebenso unpassend wie eher ungläubige Deutsche, die ihr Kind Ali oder Abdul nennen. Das sehe ich vielleicht ähnlich wie die „nationale“ Herkunft des Namens. Ein deutscher Javier passt einfach nicht – so sehe ich es auch mit der Religion. Ich würde es nicht ablehnen, mein Kind „kleine Kämpfer“ zu nennen – es beinhaltet nicht gleich Krieg.


Internationalität:
In der heutigen Zeit bestimmt auch sinnvoll, würde mich jedoch nicht zwanghaft danach suchen. Wenn eine Johanna in Amerika eben Joanna genannt wird – na und. Wenn wir es in Deutschland hinkriegen, Muhammad und Seila auszusprechen, dann kriegen Amerikaner auch mit Akzent einen Wolfgang hin.

Alle Namen sind spontane Beispiele.
Ich möchte auch nichts verallgemeinern oder irgendjemanden beleidigen:)

Mitglied Katy ist offline - zuletzt online am 05.06.18 um 16:01 Uhr
Katy

Gestalt:

Also ich mag Doppelnamen ziemlich gerne. Aber auch Zweit- oder sogar Drittnamen sind gut. Die sind ja eigentlich immer stumm. Also ich hab auch einen Einzelnamen und hätte eigentlich gerne einen Zweitnamen. Aber aus Katharina kann man ziemlich viele Variationen machen… (Katie, Ka etc.) Aber wenn man jetzt z. B. Mia heißt. und nur Mia ist das etwas langweilig. Auch mit Bindestrich ist schön. Man kann sich ja einfach nur beim ersten Namen nennen lassen. Das lässt sich schließlich einrichten. Zusammenfügungen kann ich nichtmal so genau sagen. Dazu müsste man jetzt den Namen kennen. Kann schön sein aber auch nicht. Verschmelzungen können sehr komisch und ausgedacht klingen aber auch sehr schön. (Wie Marlena.) Das kommt es also auch auf den Namen drauf an. Kurzformen dagegen mag ich nicht so. Das klingt immer so spitznamenmäßig. Und wahrscheinlich fragt jeder Zweite nach, ob das Kind nicht Lena oder so heißt, wenn es eigentlich Leni heißt… Das klingt auch sehr verniedlicht…

Länge:

2. Lange Namen mag ich eigentlich am liebsten. Also mindestens 6 Buchstaben. Wenn man einen Doppelnamen vergibt, sind auch sehr kurze okay. Da finde ich lange wenn als Zweitnamen gut. Zum Beispiel Mina-Victoria. Das finde ich auch schön. Mein Name ist ja auch ziemlich lang. Und das finde ich eigentlich sehr schön. Es gibt dann viele Spitznamenvarianten.

Klang:

3. Dazu kann ich eigentlich garnichts sagen. Es gibt schöne Namen mit vielen härteren aber auch welche mit weicheren Namen. Das kommt einfach auf den Namen an.

Art:

4. Individuelle Namen finde ich eigentlich sehr schön. Oder auch Varianten von Namen, die relativ häufig sind, deren Varianten aber eben nicht. Bsp. statt Theresa Theresia. Sehr moderne Namen, die es ziemlich häufig gibt, mag ich eher weniger. Da drehen sich immer drei Kinder um. Und wenn es zu viele davon gibt, ist es auch irgendwann langweilig. Auch altmodische Namen finde ich teils sehr schön. Auch Theresia ist eher ein älterer Name. Manche Namen sollte man heutzutage nicht unbedingt vergeben, da sie eher an die Oma-Opa Generation erinnern aber es gibt auch alte Namen, die schon wieder moderner geworden sind. Oder eben zeitlose Namen. Die sind auch teilweise sehr schön. Kommt eben auf den Namen drauf an. Sehr futuristische Namen finde ich eher nicht so toll… es gibt auch sehr außergewöhnliche Namen, die toll sind aber manche klingen eben zu ausgedacht. Und diese Schubladen-Namen sind auch nicht meins. Man soll das Kind ja auf keinen Fall ein Kind nach seinem Namen beurteilen aber das tun leider doch viel zu viele. Und wenn sowas klar ist, dann sollte man das zum Wohl des Kindes eher nicht machen.

Häufigkeit:

4. Also ich mag seltene Namen lieber. Wie gesagt, wenn sich drei Kinder bei Sophie umdrehen, ist das auch nicht so toll. Und irgendwann wirds eben auch langweilig. Da sind diese ungewöhnlichen Namen schöner. Meine Meinung jedenfalls. Aber zu seltene Namen müssen vielleicht auch nicht sein. Die klingen dann teilweise auch sehr futuristisch. Wenn es einfach Namen sind, die hier nicht so häufig sind, finde ich das auch gut. Sofern man sie problemlos aussprechen kann.

Schreibweise:

5. Das kommt auch drauf an. Wenn man es so spricht, wie es geschrieben wird, ist das natürlich einfacher. Aber auch die klassischen Schreibweisen sind schön. Wenn es zwanghaft irgendwie anders geschrieben wurde, finde ich das nicht so toll… Das sieht auch zu merkwürdig aus. Wenn es total anders gesprochen wird, als man denkt, ist das auch nicht so toll. Denn entweder alle fragen, wie das ausgesprochen wird oder sie sprechen es falsch aus und man muss es immer erklären. Bzw. Auch wie es geschrieben wird, müsste man dann erklären.

Bedeutungen:

Das ist mir eigentlich relativ egal. Hauptsache der Name ist schön. Aber Namen, deren Bedeutung eher negativ ist, sind vielleicht auch nicht so toll…

Internationalität:

Also ich mag manche Namen aus dem Ausland schon gerne. Und wenn man den Namen dort nicht so gut aussprechen könnte, wäre das nicht so schlimm… Finde ich. Wenn man Namen hat, die man hier in Deutschland so garnicht aussprechen kann, bzw. Es nicht klar ist, wie es ausgesprochen wird, ist das auch nicht so super… Bei manchen Namen geht das aber. Wenn es eben nicht zu kompliziert ist… (Bsp. Lucienne etc.)

Vielleicht hat euch das ja etwas geholfen… Ist nur meine Meinung.

Gast

Hallo zusammen,

ich bin ebenfalls auf der Suche nach Inspirationen für unser drittes Kind, welches im Mai 2018 zur Welt kommen wird. Dieses Mal wollen uns überraschen lassen ob es ein Junge oder ein Mädchen wird und deshalb wollen wir uns auch namentlich noch nicht so festlegen. Ich habe mich auch durch meinen Job (Kindergartenpädagogin) schon oft mit Namen auseinander gesetzt da man ja doch dauernd mit Kindern und Namen zutun hat ;-) Ich selbst mag schlichte, kurze Namen zum Beispiel gerne (wie Inga, Mia etc.), ausgeschmückte "Prinzessinnen"-Namen wie Serafina, Aurelia etc. mag ich hingegen gar nicht. Das ist aber meine persönliche Meinung, ich möchte keinem zu nahe treten!

Ich selbst habe einen Doppelnamen (Anna-Lena), nenne mich aber seit meiner Kindheit nur Anna, da es kurz und knackig ist und ich in der Verwandtschaft auch immer nur Anna gerufen wurde. Einzig meine Eltern nennen ich Anna-Lena, mit der Begründung dass sie ja damals bewusst diesen Namen gewählt haben.

Ich finde Doppelnamen schön und generell finde ich es toll, wenn man mehrere Namen hat dass man gegebenenfalls die Wahl hat. Meine Kids haben ebenfalls mehrere Namen, einerseits weil mir die Namen alle gleichermaßen gefallen haben und andererseits weil ich ihnen die Wahl lassen will/wollte. Einen Bindestrich finde ich aber ein bisschen unnötig.

Bedeutungen von Namen finde ich schön, generell denke ich ja, dass man mit dem Namen etwas schönes, "richtiges" verbindet und deshalb sein Kind so benennt.

Meine Kinder heißen:
Finn Tinus Alexander (geboren 2010): der Name Finn hat mir immer schon total zugesagt, ich finde ihn kurz, knackig und für Kinder sowie Erwachsene passend. Tinus hat mich total gefallen, da ich nordische/skandinavische Namen toll finde. Alexander heißt mein Bruder, der leider 2005 verstorben ist. Ich wollte ihn in meinem Sohn zu einem gewissen Grad weiterleben lassen.
Lia Alva Franziska (geboren 2016): ich wollte ursprünglich Alva Juna als Namen festlegen, mein Mann hat mir dann jedoch die Kombination Lia Alva vorgeschlagen, die ich sogleich toll fand! Franziska habe ich noch dazu genommen, da ich den Namen schön finde und traditionell deutsch.

Für das dritte Kind wollen wir einen passenden, schlichten und kurzen Namen auch nehmen, da unser Familienname sehr lang ist. Meine Favoriten sind derzeit:
Jonna/Juna
Marit/Marie
Greta
Inga/Ilga
Ilvi

Jasper/Kasper
Sven
Jonas/Jonah

Liebe Grüße, Anna & Herbert mit Finn und Lia :-)

Mitglied little_Simba ist offline - zuletzt online am 05.09.20 um 15:44 Uhr
little_Simba

Das wird ganz schön umfangreich hier!
Ich stimme Antonija vollkommen zu, die meisten aus diesem Forum suchen eher das spzielle wie das standartmäßige.

Bevor ich jetzt alles einzeln beantworte schreie ich einfach in eigenen Worten was Mir bei einem Vornamen wichtig erscheint. Ich orientiere mich trotzdem an deinen Ideen:

Ich finde Erst- und Zweitname schön, so hat man später noch eine "Ausweichmöglichkeit". Doppelnamen kann man machen, sollte aber nicht unnötig kompliziert sein. Ich selbst habe einen doppelnamen und mag ihn so wie er ist, auch wenn es manchmal kompliziert ist. Der zweite Name ist bei mir nämlich der Rufname. Und mein Rufname ist relativ lang (9Buchstaben) insgesamt hat mein Vorname also 13 Buchstaben plus eben dem Bindestrich, das ist schon viel! Aber trtozdem bin ich stolz darauf keinen Namen von der Stange zu haben. Annalia würde ich aber so schreiben, als form vom Annelie/Annalie. Zusammengezogene Namen finde ich okey, man muss oft einfach abwägen ob ein Bindestrich sinnvoll ist oder nicht. Annakatharina sieht wirklich komisch aus, aber Magda-Lena auch ;-)
Drittnamen finde ich eigentlich eher unnötig. Grade wenn sie ohne bedeutung sind. Ernst Gerhard Walter geboren 1928 macht für mich mehr Sinn wie Alina Mirella Soraya geboren 2015. Bei Ernst hieß vermutlich der eine Opa Gerhard und der andere Walter und das bezweifel ich bei Alina Mirella Soraya ;-)
Namensverschmilzungen finde ich in Ordnung solange sie nicht zu unseriös oder kinlich klingen. Kurzformen wie Leni oder Anni als vollständige Vornamen finde ich absolut unpassend. Als Kind noch süß aber auch Leni wird mal erwachsen und würde sich beim Bewerbungsgespräch vermutlich lieber als Magdalena vorstellen wie Leni.
Am besten gefallen mir Namen die weder zu kurz noch zu lang sind, (das mittelmaß aus Liv und Anastasia/Tim und Maximilian). Am liebsten sind mir 3-4 Silben und mir wäre es lieb wenn der Name nicht gekürzt wird. Merida und Cosmina sind momentan meine Lieblingsmädchennamen. Amadea und Elouisa mag ich auch total gerne aber da wird sicher mit Ami/Dea oder Elli, Elou oder Isa abgekürzt. Wobei ich bei Elouisa den Spitznamen Lou cool fände ;-)
Mir ist bei einem Jungennamen wichtig das er einen härten Laut mindestens drin hat einfach weil es dann männlich klingt. Aurel ist mein Lieblingsjungenname momentan und Laurenz find ich toll! Das drück Stärke aus find ich! Bei Merida, Ariana oder Marea gefällt mir das r total gut, Mila ist mir irgendwie zu lasch und zu brav. Auch Milo ist einfach nicht frech genug. Bei Cosmina ist es das C das etwas härte mitbringt. Aber ich mag ein schönes r im Namen. Das habe ich in meinem auch ;-)
Bei der häufigkeit bin ich ganz klar so gestrick, dass ich finde jeder Mensch ist ein Individuum und sollte auch seinen individuellen Namen haben. Deswegen such ich mir auch immer die seltenen Namen hier! Aber die Namen müssen trotzdem einfach sein. Es nervt ständig buchstabieren zu müssen. Und man sollte den in etwa so schreiben wie man ihn auch spricht.
Bedeutungen sind mir zwar nicht unwichtig, aber nicht das allerwichtigste. Einen Namen mit scheußlicher Bedeutung würde ich verwerfen egal wie hübsch er ist. Nicht das das Kind später gemobbt wird, immerhin kann man heute in Sekundenschnelle alles googeln und muss kein Namenslexikon besitzen um die Bedeutung herauszufinden.
Nachbenennungen finde ich innerhalb der Familie sehr schön, ich würde das aber etweder in einer abgewandelten Form als EN machen oder eben als ZN. Zum bespiel könnte man die Enkelin von Theresia dann Thea nennen. Oder den Enkel von Heinrich dann Henrik. Oder eben z.B. Lina Theresia und Paul Heinrich. Das find ich gut.
Meine Oma hieß Hildegard weshalb mir Hilda als Name für eine Tochter auch gefallen würde. Oder bei Mathilde dann Tilda.
Ich würde auch keinen Namen aus einer völlig anderen Kultur wählen, das sieht oft auch komisch aus (Yagmur Schmidt, Berivan Müller mit blonden Haaren).

Hoffe das genügt erstmal ;-)

Gast

Hi,
Ich glaube, dass wir alle ziemlich nah beieinander sind, liegt daran, dass wir hier sind. Wer sich einen Namen wie Mia, Sophie oder Max aussucht, verbringt nicht so viel Zeit in Vornamen-Foren.

Internationalität bei einem Vornamen finde ich gut, aber nicht entscheident. Mein Name klingt auch nicht in allen Sprachen so wie bei uns, aber das ist doch okay.
Nehmen wir das Beispiel Antonija (mein richtiger Name): Der Name wirft anscheinend schon für einige Deutsche ein Problem auf. In England war ich eben einfach Nija (Nidscha gesprochen) und die Eltern meiner arabischen Freundinnen, die das auch noch nicht richtig draufhaben, sagen halt Antunija zu mir, weil es im Arabischen kein O gibt. Aber wo ist das Problem? Doch natürlich sollte man darauf achten, dass zumindest in der Heimat jeder mit dem Namen zurechtkommt.

Die Bedeutung ist mir persönlich ziemlich wichtig, aber ich halte nichts davon, jemanden nach einer Herkunft zu benennen, die man nicht hat.
Einen Titel halte ich für bedenklich, aber in Ordnung. Namen mit Naturbezug passen eher zu einem Mädchen, vor allem Blumennamen. Namen mit Bedeutungen zu Krieg, Mut und Siegesruhm sehe ich eher bei einem Jungen.
Ja, auch ich habe Stereotypen, aber ich steh dazu ;-)
Schöne Eigenschaften sind immer gut, weil sie einfach ein schöner “Schatz“ sind, den man mit sich rumträgt.
Religiöse Namen sind für mich sehr schön, was aber daran liegt, dass ich ebenfalls sehr religiös bzw gläubig bin. Dass andere das nicht wollen, kann ich aber gut nachvollziehen. Ich würde mein Kind auch nicht Muhammad oder Khadija nennen, zum Beispiel.

Was mir noch einfällt als Kategorie wäre Benennung nach Vorbildern, also ungefähr so:
1) Ist nie gut
2) Namen aus der eigenen Familie (Oma, Onkel etc)
3) Namen von Heiligen (Martin, Alois, Barbara)
4) Namen von allseits bekannten “Helden“ und “Stars ( Royals, Musiker, Freiheitskämpfer...)

Liebe Grüße

Klara85 hat den Eingangstext dieser Plauderecke ergänzt. Zum Text

Gast

Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft!

Gestalt:

1) Ein einzelner Name: Finde ich nicht so toll. Es kann immer sein, dass das Kind Probleme mit seinem Namen hat, und dann gibt es keine Ausweichmöglichkeiten. Sieht auch auf dem Papier nicht so schön aus.
2) Zweitnamen: Besser. Klingt meiner Meinung nach immer viel vollständiger und schöner, sieht besser aus und das Kind kann später selbst entscheiden, welchen Names es besser findet. Wenn der Zweitname stumm ist, dann ist der Name auch trotzdem nicht so mega lang.
3) Drittnamen oder mehr: Finde ich auch sehr schön, vor allem wenn damit Familienmitglieder oder Freunde geehrt werden. Allerdings ist es sehr schwer, da schöne Kombinationen zu finden.
4) Doppelname mit Bindestrich (wie Anna-Lia): Mag ich persönlich nicht. Das Kind ist immer an beide Namen gebunden. Warum nicht einfach einen Zweitnamen? Dann kann man selbst entscheiden, ob man mit beiden Namen gerufen werden möchte.
5) Zusammenfügungen (wie Anneliese): Warum nicht? Klingt manchmal schön, manchmal auch nicht, das kann man mMn nicht so pauschal sagen.
6) Verschmelzungen mit Anteilen aus mehreren Namen/Abkürzungen mehrerer Namen (wie Marlena aus Marie+Lena, Malou aus Marie-Louise): Genau so wie beim Zusammenfügen.
7) Kurzformen als eigener Name (wie Leni, Gabi ...): Ne. Finde ich unseriös und glaube, man tut dem Kind damit keinen Gefallen. Man kann das Kind doch auch Lena nennen, und Leni rufen. Dann hat das Kind später wieder die Wahl, wie es gerufen werden will.

Länge:

1) sehr kurze Namen (1 bis 2 Silben, höchstens 4 Buchstaben): Manchmal sehr schön! Die Gefahr ist jedoch sehr groß, dass der Name "austauschbar" ist (Lara, Cara, Mara, Zara, Sara,…)
2) kurze Namen (2 Silben, 5 oder 6 Buchstaben): Finde ich super, kommt natürlich immer auf den Namen an.
3) längere Namen (5 - 7 Buchstaben, 3 Silben): Eben so.
4) sehr lange Namen (8 Buchstaben oder mehr, 3 Silben oder mehr): Sind meiner Meinung nach zu lang. "Le-vi-a-na, kommst du mal?" Das finde ich nicht mehr schön. Außerdem klingen diese Namen schnell hochgestochen.

Klang:
Ich kann da pauschal gar nichts sagen. Ich mag diese ganz harten Namen bei Mädchen nicht (z.B. Rieke), aber ansonsten ist das echt von Name zu Name unterschiedlich.

Art:

1) altmodisch (wie Margarethe, Hedwig ...): Mag ich nur selten hören. Eignen sich aber super als ZN.
2) zeitlos (wie Anna, Marie ...) Sind meistens schön, aber so "ausgelatscht". Auch gut als ZN.
3) modern (Hitlistenplätze, von vorne bis auch höhere Plätze wie Mia, Emma ... Melina, Nora ...): An sich sind viele der Namen schön. Allerdings ist es doch nicht so toll, wenn man den Namen des Kindes ruft und vier andere kommen angerannt. Außerdem mag ich es nicht, wenn man einen Namen hört und gleich weiß in welchem Jahrzehnt der Träger geboren ist.
4) individuell (Namen, die man schon mal bei Menschen/im Buch etc. gehört hat, aber die selten vergeben werden, z.B. hierzulande Caitlin, Xenia ...): Meine Kategorie! Es gibt natürlich auch viele nicht so schöne individuelle Namen, aber viele sind auch genau mein Geschmack.
5) sehr besondere Namen (Namen, bei denen die Leute sagen "Den Namen habe ich ja noch nie gehört!", die z.T. ausgedacht wirken wie Kaleira, Naliandra ...): Joa, sind manchmal auch ganz nett, aber eben wenn sie ausgedacht wirken, hat das für mich einen leicht faden Beigeschmack.
6) Namen aus der Kevinismus-Schiene (Chantal, Jacqueline ...): Mal ganz davon abgesehen, dass es im späteren Leben von Nachteil sein kann, einen unseriös wirkenden Namen zu tragen, fällt mir da jetzt auf die Schnelle hat kein Name ein, den ich schön finde.

Häufigkeit:
Ich finde, dass jedes Kind ein Individdum ist und es sehr schade ist, wenn man sich nicht über seinen Namen identifizieren kann. Auch wenn (sehr) häufige Namen natürlich schön sein können, finde ich (wie ich schon zuvor gesagt habe) es nicht so toll, wenn man den Namen des Kindes ruft und vier andere kommen angerannt. Außerdem mag ich es nicht, wenn man einen Namen hört und gleich weiß in welchem Jahrzehnt der Träger geboren ist.
Ich möchte also nicht, dass mein Kind einen Allerweltsnamen trägt. Ob der Name jetzt aber so selten ist, dass kein Mensch ihn kennt oder doch eher bekannter, das ist mir persönlich egal. Hauptsache, der Name gefällt.

Schreibweise:

1) geschrieben, wie es gesprochen wird (Lisa, Katja ...): Kann man nichts mit falsch machen.
2) klassische Schreibweise (Sophia, Amelie ...): Auch in Ordnung, so lange man den Namen auch hauptsächlich in dieser Schreibweise kennt. Ich meine, wer schreibt schon Ameli? Sophia/Sofia wäre da schon kritischer, aber trotzdem noch okay.
3) künstlich besondere Schreibweise (Sofiya, Amely ...): Wieso? Ich verstehe nicht, was das bringen soll. Jeder schreibt es falsch, aber der Name an sich wird trotzdem nicht besonderer.
4) ganz anders ausgesprochen als im Deutschen gedacht (Yagmur = "Jamur/Jamusch", Maylea = "Meili"...): Mag ich nicht. Ich finde es wichtig, dass man einen Namen auf Anhieb richtig aussprechen kann.

Was mir abgesehen von den von dir genannten Gründen noch sehr wichtig ist, ist die Internationalität des Names. Ich denke, dass es nur von Vorteil ist, wenn der Name überall aussprechbar ist. Dann steht dem Kind praktisch die Welt ein Stück weiter offen. (Das heißt aber keinesfalls, dass man die Herkunft des Trägers nicht erkennen darf. Vladimir ist meiner Meinung nach sehr international - trotzdem wird kaum einer Spanien denken, wenn er den Namen hört.)

So, fertig. Ich möchte noch einmal betonen, dass das hier alles nur meine persönliche Meinung ist. Ich möchte damit niemanden beleidigen!

Mitglied Naliandra ist offline - zuletzt online am 08.12.17 um 16:52 Uhr
Naliandra

Interessante Fragen! Ich schreibe einmal meine persönliche Meinung zu allem.


Gestalt:

-->> Ich würde immer einen ZN vergeben, damit das Kind später eine Auswahl hat. DN finde ich zu viel, es sei denn, es hat einen verwandtschaftlichen Bezug.

Doppelnamen finde ich meistens eher zu lang/umständlich. Bei dem Beispiel fände ich aber gut machbar. Die Namen müssen gut zusammenpassen und fließend klingen. Dasselbe bei Zusammenfügungen. Verschmelzungen können interessant sein und mehr Auswahl bieten, aber es sollte wie ein zusammengehöriger Name klingen, finde ich.

Kurzformen würde ich nicht vergeben, dann lieber als Spitznamen nutzen.


Länge:

-->> Sehr kurze Namen gefallen mir nicht. Ab 5 Buchstaben würde ich alles vergeben. Auch sehr lange Namen (bis zu 9 Buchstaben) kann ich mir gut vorstellen. Abkürzen mit Spitznamen kann man immer, verlängern geschieht eher selten. Ich verstehe den Trend zu kurzen Namen von heute nicht, die Zeit sollte man sich doch nehmen, Menschen mit viersilbigen Namen ansprechen zu können!


Klang:

-->> Härtere Laute gefallen mir nicht so gut, wobei ich da zwischen Mädchen- und Jungsnamen differenziere (und dabei merke, dass ich wohl ein stereotypes Geschlechterbild habe ... ;/). Bei Jungs finde ich härtere Laute eher akzeptabel als bei Mädchen. Bei beiden Geschlechtern finde ich es aber okay, wenn zu Beginn härtere Laute vorkommen, der Name im Auslaut aber weicher ist (z.B. bei Talea).

Ich mag gerne Namen mit weichen Lauten. Ab allerbesten finde ich aber einen Namen wie meinen, der weiche, stumpfe und summende Laute hat (nach der Definition hier). Das gibt ein schönes Gleichgewicht. :)


Art:

-->> Altmodische Namen wie etwa die genannten, gefallen mir eher nicht. Das liegt aber daran, dass sie oft meine Klangwünsche nicht berücksichtigen und z.B. einen harten/stumpfen An- oder Auslaut in der letzten Silbe haben (MargareTe, ElfrieDe, FrieDa, Hildegard (T)). Und manche sind und bleiben in meinem Kopf einfach Omanamen, wie Hedwig. Da stelle ich mir eine knörrige alte Oma mit Dutt und Brille vor ...

Zeitlose Namen finde ich immer gut vergebbar. Allerdings wirken sie oft etwas langweilig auf mich, deswegen würde ich einen selteren ZN dazunehmen.

Ganz moderne der Hitliste würde ich nicht wählen, da zu häufig.

Individuelle Namen wären meine Kategorie! :) Und sehr besondere Namen mag ich auch -  mein Name geht hier offenbar durchs Forum ;) - ich finde es auch nicht schlimm, wenn Namen ausgedacht klingen, solange es schön klingt. Genau diesen Spruch höre ich so oft ("Den Namen habe ich ja noch nie gehört!") und ich genieße ihn immer, weil ich mich dann ein bisschen als etwas Besonderes fühle!

Kevinismus lehne ich ab. Ich finde es absolut dämlich, bestimmten Namensträgern Eigenschaften zuzuschreiben und dies durch die Medien hochzukochen. Ich würde derartige Namen vergeben, wenn sie mir gefallen. Dazu aber einen ZN, damit ausgewichen werden kann und der ZN als Rufname gewählt werden kann.


Häufigkeit:

-->> Das doppelt sich hier. Ich würde seltenere Namen vergeben, damit sich möglichst keine Namensdopplungen im Umfeld des Kindes ergeben. Bei häufigen Namen würde ich einen selteneren ZN dazu wählen und umgekehrt.


Schreibweise:

Geschrieben wie gesprochen ist praktisch, birgt aber keine Garantie, nicht buchstabieren zu müssen, wenn der Name unbekannt ist (Naliandra wird geschrieben wie gesprochen, aber ich muss fast immer buchstabieren und es kommt öfter mal Post an für "Nalindra", "Nataliandra", "Nalanda" - frustrierend, das sagen zu müssen, aber die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses mancher Leute ist mit 9 Buchstaben offenbar überfordert - es sollen ja auch nur 7 Einheiten gemerkt werden können, insofern gilt das vielleicht ab 8 Buchstaben?)

Künstliche Schreibweisen bringen unnötiges Buchstabieren mit sich, da finde ich klassische besser!

Bei anderen Aussprachen kommt es drauf an - manchmal ist das eben so, bei einem Migrationshintergrund etwa. Trotzdem finde ich in dem Fall veränderte Schreibweisen besser, da weniger problematisch fürs Kind. Z.B. Alia statt Aaliyah.



Man könnte noch nach Bedeutungen fragen:

1) Namen aus dem Bereich Krieg (altmodische, z.B. Hedwig = Kampf+Kampf)
2) Namen mit religiöser Bedeutung (z.B. Kristin = Christin)
3) Namen mit Eigenschaftsbedeutung (z.B. Valerie = die Gesunde, Starke)
4) Namen mit Naturbezug (z.B. Blumennamen wie Jasmin)
5) Bezug zur Herkunft (Magdalena = aus Magda stammend)

Was fällt euch noch ein als Kategorien?

Kriegsnamen finde ich nicht mehr zeitgemäß, religiöse Namen würde ich vermeiden, wenn man selbst nicht religiös ist bzw. das Kind später vielleicht ja nicht. Die Herkunftsnamen finde ich auch weniger schön, weil es einfach nicht stimmt.

Schöne Eigenschaften gefallen mir am besten, weil man dem Kind dann einen guten Wunsch mit auf den Weg gibt. Naturbezüge mag ich auch ganz gerne.

Gast

Und noch mehr vergessen, kein Plan, was da los war mit mir:
Ich finde Namen mit so 6-8 Buchstaben am schönsten, weil man sie abkürzen kann, aber nicht muss und sie einfach ein gutes Mittelmaß darstellen.
Bei den Buchstaben kommt es auf das Geschlecht an. Einem Mädchen würde ich eher einen Namen mit weichen Buchstaben geben, während Jungs auch K, T etc vertragen können.

Gast

Achso, die Häufigkeit habe ich vergessen:
Ich finde es schon schön, wenn man der erste mit dem Namen ist, den jemand kennen lernt. Aber auf Teufel komm raus selten muss ein Name nicht sein, wenn er dafür sau kompliziert ist. Amalasuintha zum Beispiel würde ich mein Kind jetzt nicht nennen.

Gast

Hi,
Das ist auch ein interessanter Ansatz.
Ich mag am liebsten einen Namen, der aus Erst- und Zweitnamen besteht. Bindestriche komplizieren das total. Spitznamen finde ich ungeeignet weil zu süß.
Verschmelzung geht oft nur mit sehr bekannten Namen.
Ich mag am liebsten Namen deiner Kategorie 4). Es ist schön, wenn man seinen eigenen Namen hat, der trotzdem nicht klingt, als wäre man auf der Tastatur eingeschlafen. Das kann durchaus ein Name sein, den andere zum Beispiel in die Kategorie altmodisch einstufen, zum Beispiel Aloisia oder so. Am schlimmsten finde ich Namen aus der letzten Kategorie.
Namen, die man mit Tausenden von y “aufpeppt“ sind definitiv nicht mein Fall, weil man dadurch alles nur erschwert. Am einfachsten sind klar Namen, die so geschrieben werden, wie man sie spricht, aber das Maß an Bildung, die man für das ie an Amelie braucht, sollte man vorraussetzen können. Namen wie Yagmur sollte man mit Bedacht wählen und auch nur, wenn man den passenden Hintergrund hat.

Soweit meine Meinung
Liebe Grüße

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